Die Juhl’sche Handlungsanweisung

Die wesentliche Aufgabe von Bedienungsanleitungen ist es, Anwender zu befähigen bestimmte Handlungen auszuführen (z.B. in Betrieb nehmen, Batterie einlegen, Sendersuchlauf durchführen). Das erfolgt heute meistens in Form einer Schritt-für-Schritt-Anleitung mit aktiv formulierten Anweisungen.

Solche „Handlungsanweisungen“, wie ich sie nenne, kann man wie folgt strukturieren und optimieren:

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Kann man Schritte weglassen?

Wenn man als TR Schrittanleitungen schreibt, fragt man sich immer, ob nicht klare Schritte weggelassen werden können, z.B.:

  • Füllen Sie die Dialogbox aus.
  • Bestätigen Sie mit OK.

Beide Anweisungen (vor allem die zweite) sind so banal, dass man sie gerne weglassen würde.
Das geht m.E. NICHT!
M.E. müssen Sie (leider) immer alle Handlungsschritte schreiben, weil der Anwender eine vollständige Anleitung erwartet. Sicher würde der Anwender im ein oder anderen Fall den Handlungsschritt von sich aus tun, es gibt aber auch Situationen, in denen er das nicht tut oder sich fragt ob er es tun soll, obwohl es ja nicht dort steht.

Tröstlich ist dass dem Anwender diese trivialen Handlungsschritte m.E. nicht negativ aufstoßen. Er führt sie einfach aus.

Bild+Text versus Video

Eigentlich bin ich der Ansicht, dass eine gut gemachte Bild+Text-Anleitung nicht schlechter ist als das Gleiche als Video. (Die Betonung liegt auf „gut gemacht“).
Aus diesem Grund habe ich hier mal ein Beispiel genommen, tlw. optimiert (man könnte noch viel mehr tun) und stelle die Bild+Text-Varianten mal einem Video gegenüber.

  • Ich habe die Warnhinweise weggelassen (sorry). Grund: Ich möchte eine klare Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigen. Warnhinweise sind meist so gestaltet, dass diese Ordnung zerstört wird.
  • Ich habe die Zeichnungen und die Schrittaufteilung leicht verändert.
    (Man könnte viele Schritte noch besser visualisieren und auch betexten, die Mühe habe ich mir nicht gemacht 😉  )

Hier stelle ich mal unterschiedliche Varianten zum Vergleich.

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